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Sondern eine standardisierte Einschätzung mit der Hoffnung, dass der jeweilige Patient keine nicht erwarteten Ressourcen oder Problemfelder hat. Man kann also nur mittels Trial und Error die vorliegende Planung verbessern. Ansonsten habe ich ein auf einer Vermutung basierendes Dokument das hoffentlich nicht zu viele Unbekannte enthält, sonst ist es sogar gefährlich. Wenn auch nicht ganz so gefährlich wie die ganz ohne Bremse Fahrer die gar keine Planung machen.

 
 

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Pflege
Pflegediagnosen
Geschrieben von Administrator   
Montag, 9. August 2004

Pflege als Beruf beschäftigt sich mit dem Menschen in den Phasen seiner Lebens wo eine Krise das Leben bestimmt. Das bedeutet vor allem, dass die professionelle Pflege vom Pflegenden abverlangt nicht nur auf der Ebene der Krankheit sondern auch auf emotionaler und mentaler Ebene begegnen zu können.

 

Ich werde auf meiner Homepage über Pflegediagnosen immer wieder gefragt, ob Pflegediagnosen überhaupt irgendwo eingesetzt werden. Die Antwort ist: „Leider kaum!“

 

Wer würde erwarten, dass ein Arzt ohne genaue Diagnose ziellos eine Therapie für den Patienten einleitet. Das Resultat wäre sicher bei einer falschen Schätzung des Arztes würde wohl eine Klage erfolgen, wegen fahrlässiger Körperverletzung.

 

Oder nehmen wir den Automechaniker wer würde von ihm erwarten, dass er ohne gründliche Untersuchung einfach irgendetwas am Auto tut, wir würden wohl oft zum Autohaus fahren, wenn das die Regel wäre.

 

Bei der Pflege sieht es ganz anders aus, es wird erwartet, dass die Pflegenden alle intuitiv erfassen wie die Situation ist und dann mit einer Einschätzung die Pflege durchgeführt. Der Pflegealltag sieht dann oft so aus das Reagiert wird und nicht geplant gehandelt wird. Das entspricht nicht den Standards eines Berufes, sondern dem Tätigkeitsprofils einer Hilfskraft.

 

Auf internationaler Ebene wird eine geplante Pfleg erwartet und geplant handeln kann ich erst, wenn ich eine Situationseinschätzung vorliegen habe, die der Komplexität des vorhandenen Problem entspricht.

 

Das Bedeutet ich muss diejenigen Einflussfaktoren welche auf die aktuelle Situation einwirken erfassen. Wesendlich ist dabei natürlich eine Bewertung der Situation, bei einer Blinddarmreizung muss die Situation mit einer anderen Komplexität erfasst werden, als bei einer Querschnittlähmung. Bei einem Panarizium muss natürlich nur derjenige Komplex erfasst werden der mit der Hygiene und der fachgerechten Behandlung des Panaritziums zu tun hat. Wobei auch hier ein Einblick in die sozialen Strukturen z.B. bei einem Alkoholiker hilfreich sein kann um ein Rezidiv zu verhindern.

 

Bei komplexen Erkrankungen und damit haben professionell Pflegende die meiste Zeit zu tun, ist die Verweigerung einer geplanten und diagnosegestützten Pflege fahrlässig und eine Verschwendung von Ressourcen und Lebensqualität der Pflegebedürftigen. Viele Pflegehandlungen werden mit nicht auf die Situation angepasste Standards durchgeführt und nutzen damit die Vorhandenen Ressourcen nicht optimal.  Folge ist eine passivitätssteigernde Handlungsweise der Pflegepersonen.

 

Es wird schnell gepflegt und damit an den wirklichen Interessen der Patienten vorbei. Raus kommt das von den gepflegten wie von den Pflegeinstituten die wirtschaftliche Seite in den Vordergrund gestellt wird.

 Bitte Herr Doktor machen Sie mich nicht gesund wir verlieren dann das Pflegegeld.Aber wie ist das wenn ich dann das Hilfsmittel anwende, verlieren wir dann eine Pflegestufe? 

In den Fordergrund rückt immer mehr die finanzielle Absicherung in der sowieso schon komplizierten Lebenslage und die Beschäftigung mit der Optimierung der vorhandenen Kapazität zur Verwirklichung des Lebens tritt zurück.

 

Es ist da ein Hase und Igel Spiel zwischen Politik Gesundheitsorganisationen und Patientengruppen in Gang gekommen, welches nicht mehr dem Interessen der Gesundung und optimalen Versorgung von erkrankten bzw. Behinderten Menschen dient sondern der jeweiligen Kostenoptimierung und dem passenden Ausweichverhalten angepasst ist . Der eigentlich sinnvollere Weg die  Verbesserung der Beruflichen Realität der Pflege der Rehabilitation und der Medizin tritt dabei immer wieder zurück. Wir sind in Deutschland in einem Sparwahn verfallen der sich in diesem Bereich fatal auswirkt statt die neuen und wirklich verbesserten Pflegetechniken zu nutzen die uns heute zur Verfügung stehen bauen wir Personal ab vor allem im Bereich der Pflege. Viele derjenigen Aufgaben die noch vor ein paar Jahren üblicherweise von Pflegepersonal ausgeübt wurde, liegt dadurch jetzt in den Händen von Ärzten.

 

Und das muss ohne Pflegeplanung und Pflegdiagnose auch so sein! Es wäre sonst so als ob man den Autowerkstätten und dem TÜF verbieten würde, die Bremsflüssigkeit zu überprüfen, weil damit die Werkstattkosten sinken. Nein die Klinken müssen zum Schutz der Patienten eine Diagnosegeführte Therapie anbieten und deshalb übernehmen die Ärzte in Deutschland diesen Anteil der Pflege.

 

Nur dies geht über einen Qualitätsverlust, denn Ärzte haben die Ausbildung eine physiologisch, anatomisch und pathologisch korrekte Einschätzung der Problemlage durchzuführen. Sie sind aber bis auf spezielle Fachrichtungen nicht dazu ausgebildet eine lebensfunktionale handlungsoptimierende kleinschrittige Vorgehensweise wie sie für Pflegepersonal vorgesehen ist. Von daher kann man in der jetzigen Situation davon ausgehen das nur bei dementsprechender Ärztlichen Kompetenz bei komplexen Pflegeproblemen auch eine pflegegerechte Pflege ausgeführt wird.

 

Das wäre um eine Analogie in die Technik zu machen so als ob für alle Diagnosen eine Ingenieur herangezogen würde. Also der Automechaniker ruft den Ingenieur und der macht die Diagnose dann bekommt er eine Handlungsanweisung…..

 

Problematisch wird das dann immer in Situationen in denen der Arzt nicht zur Verfügung steht. Also Pflegeheime häusliche Pflege Wohngemeinschaften usw.

 

Von daher kann es nur eine richtige Handlungsweise geben die Pflegediagnose muss! Bei komplexen Krankheits- oder Behinderungssituationen gestellt werden und dann von der oder den weiter betreuenden Person oder Einrichtung an die jeweiligen Veränderungen angepasst werden. Zu dieser Diagnose gehören auch eine Einschätzung der jeweilig vorhandenen Ressourcen und eine Prognose inwieweit dies zur Verstärkung der Eigenständigkeit des Rehabilitanden führen wird.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. August 2007 )
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Eine Pflegeplanung ohne Pflegediagnose ist keine Pflegeplanung
Geschrieben von Administrator   
Montag, 9. August 2004
  

Sondern eine standardisierte Einschätzung mit der Hoffnung, dass der jeweilige Patient keine nicht erwarteten Ressourcen oder Problemfelder hat. Man kann also nur mittels Trial und Error die vorliegende Planung verbessern. Ansonsten habe ich ein auf einer Vermutung basierendes Dokument das hoffentlich nicht zu viele Unbekannte enthält, sonst ist es sogar gefährlich. Wenn auch nicht ganz so gefährlich wie die ganz ohne Bremse Fahrer die gar keine Planung machen.

 
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. August 2007 )
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Was ist eine Reform?
Geschrieben von Administrator   
Montag, 9. August 2004

Eine Reform ist eine Neugestaltung eines Prozesses im Sinne auf Optimierung. Wenn man heute die Zeitung liest heißt Reform praktisch immer Kürzung oder Rationierung von Leistungen.

 

Es wird so gehandelt als ob man mit dem Rücken zur Wand steht und nur noch reagieren könnte. Also werden keine Reformen gemacht sondern Notlösungen in Form von Rationierungsplänen geschmiedet.

 
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